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09.11.2023 18:00 Adenauerplatz 10629 Berlin

Gedenkspaziergang

In Gedenken an die Opfer führen wir den Kampf fort, bis der Faschismus in seinen Wurzeln vernichtet ist.

85 Jahre ist es inzwischen her, dass in Deutschland und Österreich eine blutige Hetzjagd gegen Jüdinnen und Juden stattfand. Die Reichspogromnacht vom neunten zum zehnten November 1938 markierte den Übergang zu einer systematischen Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen:Juden, Homosexuellen, Menschen mit Behinderung und Andersdenkenden.

In dieser Nacht wurde Menschenverachtung legitimiert und Hass zum Status Quo. Die Nacht gilt als Symbolbild für die Jahre der unterdrückerischen Verbrechen der Nazis.

Doch auch nach 85 Jahren sehen wir uns ständig daran erinnert, wie schnell die politische Stimmung wieder kippen kann, egal ob hier in Deutschland oder weltweit, und vor allem wie schnell sich rassistisches, antisemitisches und sexistisches Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft verbreiten kann.

Die Gedanken der Verschwörungsideolog:innen sind auch nach der Corona-Pandemie nicht verschwunden. Im Gegenteil: Antisemitismus und Rassismus sind auch heute Kernbestandteile der Ideologie einer Neuen Rechten. In ihr versammeln sich nationalistische Politker:innen und rechte Akademiker:innen bis hin zu Medienmogulen, die alle vereint sind in einer Ideologie, zutiefst geprägt von einem Menschenhass und einer Gewalt, die immer wieder aufs Neue in verheerendem Umfang ausbricht. Fast unbemerkt treffen sich in unscheinbaren Restaurants und Kneipen auch hier mitten in Charlottenburg die neuen Faschist:innen, Rassist:innen und Antisemit:innen und bringen ihre geistige Brandstiftung auf den Weg.

Jüdische Friedhöfe und KZ-Gedenkstätten werden geschändet und auch die, die heute unsere Interessen in der Politik vertreten sollten, lassen die Mahnmäler der Vergangenheit langsam verschwinden.

Jüdische Menschen müssen sich alltäglich der Gefahr von Angriffen auf sie selbst, ihre Kultur und ihr Leben stellen.

Wir dürfen das, was vor 85 Jahren passiert ist, nicht wieder geschehen lassen. Wir dürfen nicht weiter zuschauen, wenn das Leben unserer jüdischen Mitbürger:innen angegriffen wird, ob auf der Straße, in der Politik oder im Netz. Wir müssen aufstehen und Haltung zeigen,

Mehr Infos: instagram.com/p/Cyq64kRsSx5/