Film Club
Queers
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Bis 27
Anlässlich des Internationalen Tag gegen Rassismus (bzw. in Vorbereitung darauf) schauen wir auf eine nach wie vor klaffende Lücke: Filme aus West-, Ost- und Zentralafrika.
Beispielhaft gucken wir RAFIKI, der 2018 der erste Film aus Kenia, der bei den Filmfestspielen in Cannes lief und der nach fast 8 Jahren Verbot in Kenia (wo Homosexualität nach wie vor unter Strafe steht) dort erst vor einem Monat legalisiert wurde. Für die Region Ostafrika ist der Film ein wichtiger popkultureller Beitrag queerer Sichtbarkeit.
In RAFIKI (was auf Suaheli Freund*in bedeutet) geht es um die erst freundschaftlichen, dann verliebten Gefühle zwischen Kena und Ziki. Beide leben in Nairobi. Ihre Väter treten – gegeneinander – als Lokalpolitiker an. Als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: Zwischen der vermeintlichen Sicherheit, wenn sie ihre Liebe geheim halten oder der Hoffnung auf mehr Freiheit, wenn sie zueinander stehen. Damit manövrieren sie sich durch die eigenen Emotionen und die teilweise ablehnende und gewaltvolle Haltung ihrer Umgebung. Der Film schafft dabei, trotz oder wegen des ernsten Themas, poetische und farbenfrohe, fast märchenhafte Bilder.
RAFIKI
von: Wanuri Kahiu
Kenia, Deutschland, Frankreich, Südafrika, Niederlande, Norwegen, Libanon 2018
82 Min.
Suaheli, Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Sensible Themen im Film:
Queerfeindlichkeit, Thematisierung von Konversionstherapie, Religion, Darstellung physischer Gewalt
Trailer: https://vimeo.com/ondemand/rafiki1/334403741